Niederlage gegen Langenbergheim

von Dietmar (19 mal gelesen) (Kommentare: 0)

Saison 2018/2019 Kreisoberliga Hanau

19. Spieltag  SV Oberdorfelden – KSV Langenbergheim  0:1  (0:0)

Vom Sturm verweht

Die äußerst widrigen Wetterumstände, orkanartige Winde und peitschender Regen, verhinderten ein normales Fußballspiel. In dem für beide Vereine äußerst wichtigen Spiel gegen die Abstiegsplätze spielte der Wettergott die entscheidende Rolle. Dem Zufall waren dabei Tür und Tor geöffnet, ein kontrolliertes Fußballspiel war nicht möglich. Normaler Weise hätte dieses Spiel nicht angepfiffen werden dürfen.

In der ersten Spielhälfte hatte der SVO die orkanartige Windunterstützung auf seiner Seite. Neunzig Prozent des Geschehens spielte sich in der Hälfte von Langenbergheim ab. Obwohl der SVO ca. 75% Ballbesitz hatte, konnte er sich aber kaum echte Torchancen erarbeiten. Zu oft verhinderte der orkanartige Wind gezielte Zuspiele oder Pässe. Meistens landeten die Pässe durch die starke Windunterstützung im Tor- oder Seitenaus. Das Spiel kostete viel Kraft und erforderte viel Laufarbeit, Dinge die in der zweiten Spielhälfte dem SVO dann fehlten, als Langenbergheim mit Windunterstützung sich in der SVO Hälfte regelrecht festgebissen hatte. Unsere Kombinationsstärke und die Schnelligkeit im Angriff kamen nicht zur Wirkung, Sturm und Regen verhinderten dies. Die ca. 60 Zuschauer, viele aus Langenbergheim, sahen ein Spiel das von Kampf und Glück geprägt war. Für den SVO ein Tag zum Vergessen. Ein Lob an den Schiedsrichter aus Langen, Herr Maximilian Paul, der unter diesen sehr widrigen Umständen das Spiel mit viel Fingerspitzengefühl leitete.

In der 5. Spielminute eine Halbchance für den SVO, als die Flanke von Florian Hahn durch die Windunterstützung fast im Langenbergheimer Tor landete. Auch die Direktabnahme von Christoph Braun, nach einer Eckenhereingabe von Robar Ramo, verfehlte das Tor durch den extremen Seitenwind. Die Flankenhereingabe in der 10. Minute von Pascal Schlatter verpasste Daniel Schildger im 5m Raum nur um Zentimeter. Auch die Eckenhereingabe von Robar Ramo, in der 15. Minute wurde durch den Seitenwind viel zu lang und landete im Seitenaus. Die nächste Eckenhereingabe von Robar in der 20. Minute schlug er dementsprechend viel kürzer, sie landete am Toraußennetz. Bis zu diesem Zeitpunkt war Lagenbergheim nur zweimal vor dem Gehäuse von SVO Torwart Sebastian Vogl aufgetaucht ohne auch nur den Hauch einer Torchance zu haben. Sie waren ausschließlich mit Abwehrarbeit beschäftigt. Dies blieb auch so bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Paul. Auch die vorhandenen Chancen des SVO in der 27. Minute durch Robar, neben das Tor, und Florian Hahn, der den Ball im 5m Raum nach gutem Angriff verpasst, erbrachten nicht den lang ersehnten und hochverdienten Führungstreffer für den Gastgeber.

Keine wetterbedingten Änderungen nach dem Anstoß zur zweiten Spielhälfte. Nur dieses Mal mit umgekehrten Vorzeichen. Langenbergheim belagerte mit Windunterstützung die Oberdorfelder Spielhälfte, der SVO kam entsprechend seltener in die Hälfte von Langenbergheim. Bei einem Konter in der 50. Spielminute wurde Daniel Schildger im Langenbergheimer Strafraum von zwei Gegenspielern hart attackiert und kam zu Fall. Man hätte auch auf Strafstoß erkennen können. SVO Torwart Sebastian Vogl rückte in der zweiten Spielhälfte in den Mittelpunkt des Geschehens. Die jetzt noch stärker aufdrehenden Orkanböen machten es mehr als schwierig den Ball zu kontrollieren, geschweige den sicher abzufangen. Langenbergheim nutzte die Gunst der Stunde und schlug einen langen Ball nach dem Anderen in den SVO Strafraum, in der Hoffnung dass das Glück ihnen zur Seite steht und der Ball im Netz landet. In der 67. Spielminute dann der Treffer des Tages. Ein auf der linken Angriffsseite vorgetragener Angriff wurde in den 16er geschlagen, der Ball drehte durch den Sturm unkontrollierbar in die Nähe des 5m Raumes und Benjamin Görtz (Nr.18) nahm den Ball direkt und drosch ihn Vollspann in die Maschen. Mit der Führung im Rücken und der starken Windunterstützung wurde Langenbergheim noch angriffslustiger und drückte konstant. Die Entlastungsangriffe des SVO endeten meistens kurz hinter der Mittellinie vom Sturm gebremst. Die Abschläge von SVO Torhüter Vogl, sonst weit über der Mittellinie, landeten durch den starken Seitenwind entweder im Seitenaus oder kamen halbwegs zurück bis kurz vor den eigenen Strafraum mit Gefahr auf Eigentor. Zwischen der 65. und 75. Spielminute musste Vogl sein ganzes Können aufbieten um weitere Langenbergheimer Treffer zu vermeiden. So in der 68. Minute als Spielführer Christopher Kappel (Nr.11) am 16er volley abzog und Sebastian Vogl nur per Faustabwehr klären konnte. In der 70. Minute eine der wenigen Chancen des SVO in der zweiten Spielhälfte. Einen Freistoß von der 16er Linie, gegen starken Gegenwind, setzte Marc Cillis knapp über das linke Tordreieck. Im direkten Gegenzug, mit langem Torabschlag, konnte Dominik Störkel seinen Gegenspieler im Strafraum nur durch Trikothalten bremsen. Den fälligen Strafstoß von Spielführer Christopher Kappel (Nr.11), der stramm und platziert geschossen war, meisterte Vogl mit einer Glanzparade indem er den Ball seitlich abwehrte. Kappel schaltete blitzschnell und versuchte per Nachschuss zum Erfolg zu kommen, aber Vogl war schnell wieder hoch und wehrte auch den Nachschuss reaktionsschnell und heldenhaft ab. Der SVO versuchte nun das Unmögliche noch möglich zu machen, aber der lange Ball von Pascal Schlatter, in der 80. Minute, auf SVO Torjäger Marc Cillis landete in den Armen von Torwart Maurice Schulz. So blieb es letztendlich bei der für den SVO sehr bitteren 1:0 Niederlage. Ein Punktverlust der so nicht eingeplant war zum Meisterschaftsstart im neuen Jahr.

Nun gilt es in den kommenden beiden Auswärtsspielen in Niederissigheim (Tabellendritter) und in Bischofsheim (Tabellenvierzehnter) zu punkten und endlich den ersten Auswärtserfolg dieser Saison zu feiern. 

 Der SVO spielte mit folgender Aufstellung:

Sebastian Vogl TW; Pascal Schlatter; Collin Cillis; Dominik Störkel; Christoph Braun (C); Tobias Schildger; Daniel Schildger; Marc Cillis; Felix Hohenwarter; Florian Hahn; Ramo Robar (ab 57. Sebastian Fröhlich).

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