Nächste Derbyniederlage

von Dietmar (1.208 mal gelesen) (Kommentare: 0)

KLA Hanau; 11. Spieltag  SV Oberdorfelden – TSG Niederdorfelden    2:5  (0:2)

Vierte Niederlage in Folge. Zweite Derbyniederlage innerhalb von 5 Tagen.

Nach der knappen 2:1 Niederlage vom Sonntag in Büdesheim folgte am Donnerstag im Heimspiel gegen die TSG Niederdorfelden eine schmerzliche, weil vermeidbare hohe 5:2 Niederlage. Obwohl der SVO jederzeit mit der TSG, von den Spielanteilen her gesehen, auf Augenhöhe konkurierte verlor man durch gravierende Fehler einzelner Spieler das vorgezogene Heimspiel der Rückrunde. Bereits in der Vorrunde musste sich der SVO bei der TSG mit 5:1 geschlagen geben. Das positive dieser Begegnung war der Wille der Mannschaft das Spiel trotz Rückstand nie aufzugeben, obwohl Schiedsrichter Nurettin Tekin aus Bad Homburg mit seinen Entscheidungen meistens gegen die Heimmannschaft entschied und dabei oftmals Anlass zur Kritik gab. Insgesamt gesehen geht der Sieg  der TSG in Ordnung, jedoch maximal mit einem Tor unterschied.

Nach sehr kurzer Abtastzeit, die Spieler kennen sich untereinander doch sehr genau, eröffnete Yannick Heinz (Nr.15) mit einer Direktabnahme an den linken Torpfosten ein von beiden Mannschaften gezeigtes sehr gutes und schnelles Spiel. Im direkten Gegenzug lief der SVO Angriff über die linke Angriffsseite. Die gut getimte Flanke von Tobias Schildger verpasste Marcel Bojahr nur knapp. Auch beim nächsten Angriff war Tobias beteiligt, aber sein Kopfball nach Flanke von Robar Ramo landete knapp neben dem Torgehäuse. Ein harmlos aussehender Angriff der TSG wurde durch die Kopfballverlängerung von Heinz gefährlich als er sich Richtung Tordreieck absenkte. Torwart Witzke verschätzte sich und der Ball landete in der 18. Spielminute zur 1:0 Führung der TSG im Netz. Nur eine Zeigerumdrehung später hätte Marcel Bojahr mit seiner Direktabnahme, nach Flanke von Tobias Schildger, den Ausgleich erzielen können, aber TSG-Torwart Weiser reagierte reflexartig und konnte den Ball abwehren. Nach einer TSG Eckenhereingabe verpasste SVO Torwart Witzke den Ball, was jedoch ohne negative Folgen blieb. Das hätte in der 21. Minute das 2:0 für die TSG sein können. In der 25. Spielminute schickte Marc Cillis, mit Pass in die Tiefe, Marcel Bojahr auf die Reise, der jedoch den Ball verpasste. Kurz vor dem Halbzeitpfiff überschlugen sich die Ereignisse. Ein 25m Freistoß von Daniel Schildger erreichte Marc Cillis, aber dessen Kopfball parierte TSG Torwart Weiser gekonnt. In der 45+3 Spielminute eine gravierende Fehlentscheidung des Schiedsrichters als er auf Strafstoss gegen den SVO entschied. Yannick Heinz (Nr. 15) war mit Tempo in den 16er eingedrungen und wurde dort regelkonform von zwei SVO-Spielern vom Ball getrennt, fiel allerdings dann sehr sehenswert zu Boden. Es folgte der Pfiff und Strafstoss. Der gefaulte Spieler trat selber an und verwandelte sicher zur 2:0 Führung. Warum der Schiedsrichter eine Nachspielzeit von 8 Minuten gewährte blieb sein Geheimnis.

Es war bisher das erwartete Kampfspiel zweier guter Mannschaften mit Vorteilen für die TSG. Torchancen waren auf beiden Seiten zu verzeichnen. Ein laufintensives Spiel mit packenden Zweikämpfen. Die einzige Schwachstelle war Schiedsrichter Tekin der dem Spiel nicht gewachsen war.

Nach Wideranpfiff kam der SVO etwas besser ins Spiel und folgerichtig auch zur ersten großen Chance der zweiten Spielhälfte. Eine Eckenhereingabe von Ramo verwandelte Marcel Bojahr in der 55. Minute, mit dem Rücken zum Tor, zum 1:2 Anschlusstreffer. 180 Sekunden später erhöhte Cimen (Nr.13) mit einem direkt verwandelten Freistoß aus ca. 20 m von der rechten Seite ins lange Eck zum 1:3. Der Ball war lange unterwegs, trotz des strammen Schusses, aber wo stand die Mauer??? Wieder ein persönlicher Patzer mit Folgen. Nur 120 Sekunden später, also in der 60. Minute, die Chance zum Anschlusstreffer durch Robar Ramo der freistehend im 5er den Ball neben das Tor setzte. In der 65. Minute abermals ein Patzer von Torwart Witzke, als er nach einer Ecke den Ball prallen lässt und der TSG eine erneute Chance offerierte. Die Entscheidung in der 70. Minute, als Nico Nozal (Nr.11) aus dem Gewühl innerhalb des 5m Raumes heraus den 4:1 Treffer für die TSG erzielte. Warum wurde der Ball nicht einfach nach vorne geschlagen sondern vertändelt? Die TSG zeigte über die gesamte Spielzeit wie das geht. Da wurde kompromisslos mit langen Bällen operiert und damit waren sie sehr effektiv und erfolgreich. In der 71. die Chance zum Torerfolg für den SVO nach Eckenhereingabe von Andre Bojahr und Kopfball von Tobias Schildger, dieser setzte den Ball jedoch knapp neben den rechten Torpfosten. Zwei Minuten später dann doch der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Florian Asmus, der eine Vorlage von Andre Bojahr verwerten konnte. Den dritten SVO-Treffer verpasste der eingewechselte Michael Fuchs in der 80. Spielminute als er an einer Hereingabe von Sebastian Fröhlich knapp vorbei schlitterte. Nach einem Zweikampf in der SVO Hälfte blieb ein TSG Spieler am Boden liegen während der SVO einen Angriff einleitete. Als der SVO über die rechte Angriffsseite vordrang und flankte landete der Ball im 16er bei Tobias Schildger der freistehend den Ball annahm. Jetzt kam der Schiedsrichterpfiff der das Spiel wegen der Verletzung des TSG Spielers unterbrach. Eine unmögliche Entscheidung. 

Die Krönung der Schiedsrichterleistung in der Nachspielzeit. In der 90+2 Spielminute konnte Torwart Witzke einen Ball im 5er abfangen und per Hand direkt an einen Mitspieler abgeben. TSG Spieler Tolga Cimen rempelte Torwart Witzke an und provozierte ihn verbal. Witzke reagierte mit einem leichten Stoß an die Schulter von Cimen. Der schrie und ließ sich filmreif fallen und markierte einen Kopfstoß. Schiedsrichter Tekin war bereits auf dem Weg Richtung Mittellinie und stand halb mit dem Rücken zum SVO Tor. Er sah eventuell nur die Reaktion von Witzke und lief zurück zum SVO Tor. Er zeigte Witzke die rote Karte, Feldverweis auf Dauer, und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Provokateur Cimen ging leer aus. Baseran (Nr.7) ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte zum 5:2 Endstand für die TSG. Warum Schiedsrichter Tekin auch die Zweite Spielhälfte erst nach 55 Minuten, also 10 Minuten Nachspielzeit, abpfiff war nicht nachvollziehbar. Lag es daran, dass er sich vor dem Spiel vom Gastgeber eine Uhr leihen musste, da seine angeblich nicht richtig funktionierte. Auch seinen Abrechnungsbeleg hatte er nicht dabei und musste sich einen Quittungsblock beim Gastverein geben lassen. Tolle Vorbereitung auf ein Spiel.

Am kommenden Sonntag, den 02.10. 2016 empfängt der SV Oberdorfelden die beiden Mannschaften des FSV 08 Neuberg. Die KLC Mannschaft (2. Mannschaft) beginnt ihr Spiel um 13:15 Uhr. Die KLA Mannschaft (1. Mannschaft) tritt um 15:00 Uhr an. Nach den Niederlagen gegen die TSG Niederdorfelden gilt es für beide Mannschaften für positive Ergebnisse zu sorgen, um ein weiteres Abtriften in der Tabelle zu vermeiden.

4/5 Bälle (7 Stimmen)

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